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Fahrer machten Fehler: Studie entlastet Toyota
Der japanische Autohersteller Toyota kann aufatmen: Nicht technische Unzulänglichkeiten waren Auslöser für viele der Unfälle in den USA, sondern Fehler der Fahrer. Experten haben im Auftrag der Regierung 58 Unfalldatenschreiber ausgewertet, die sogenannten Black Boxes. Sie stellten dabei fest, dass bei mindestens 35 Unfällen die Fahrer überhaupt nicht auf die Bremse getreten hatten; in anderen Fällen bremsten sie nur halbherzig oder in letzter Sekunde.
Die US-Verkehrssicherheitsbehörde hatte die Studie im Auftrag der Regierung angefertigt. Toyota hatte den staatlichen Stellen den Schlüssel zu den Unfalldatenschreibern gegeben - bislang konnte nur der Hersteller selbst deren Inhalt abrufen. Die Black Boxes stecken in vielen Autos in den USA. Sie enthalten Informationen über den Zustand des Autos kurz vor dem Crash und spielen etwa bei Versicherungsfragen eine Rolle.
Bereits im vergangenen Monat hatte das "Wall Street Journal" erste Ergebnisse der Studie öffentlich gemacht. Es gab demnach nur einen einzigen Fall, bei dem eine rutschende Fußmatte das Gaspedal verklemmt hatte, was zu einem schweren Unfall führte.
Die Studie stärkt Toyota den Rücken - zum einen bei anstehenden Gerichtsverhandlungen über Schadenersatz für die Unfallopfer und Hinterbliebenen, zum anderen gegenüber der Politik. Insbesondere US-Verkehrsminister Ray LaHood hatte Toyota unterstellt, der Konzern verheimliche den wahren Grund für das ungewollte Beschleunigen. LaHood hatte die Elektronik der Wagen im Verdacht. Toyota hatte dies von Anfang an zurückgewiesen.
Die National Academy of Sciences und die Raumfahrtbehörde Nasa untersuchen im Auftrag von LaHood, ob etwa elektromagnetische Felder die Elektronik beeinflusst haben können. Die Experten selbst wollten aus den Zwischenergebnissen noch keine Schlüsse ziehen. Die Untersuchung wird noch weiterlaufen. Die Forscher schauen sich 71 Unfälle an, bei denen seit dem Jahr 2000 insgesamt 89 Menschen starben.
Toyota hatte weltweit mehr als acht Millionen Wagen wegen klemmender Gaspedale und rutschender Fußmatten zurückgerufen. Das Unternehmen musste überdies eine Strafe in den USA zahlen, weil der Hersteller die Probleme mit den Gaspedalen nicht rechtzeitig gemeldet hatte.

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